1. Schliessung und Öffnung gegenüber dem Fremden

1975
Non à
M. Schwarzenbach

Vor einem einheitlich roten Hintergrund wird das Schweizer Staatsgebiet dargestellt. Die schwarzen Umrisse sind verschwommen. Ein weisses Kreuz befindet sich in seiner Mitte. Mit der Aussage Nein zu Herr Schwarzenbach und der Darstellung einer sich auflösenden Schweiz, spricht sich die Freisinnig-Demokratische Partei gegen die Überfremdungsinitiative aus. Sie erachtet sie als eine Bedrohung für das Land, da sie dessen Werte verwässern und die Schweiz, für die die Partei einsteht, nach und nach auslöschen würde.
2. Wirtschaftliche und demographische Fragen

2005
Sans lui...

Dieses Plakat, das um Zustimmung für die bilateralen Verträge mit der Europäischen Union wirbt, hat sich die aus Videospielen bekannte Figur des Super Mario zunutze gemacht. Gleichzeitig erinnert es an den bekannten « polnischen Klempner » oder ganz allgemein an einen ausländischen Arbeiter. Diese standen im Mittelpunkt einer Debatte über Dumpinglöhne, welche angeblich durch die Unterzeichnung der Verträge ausgelöst würden. Die Unterstützung der Sozialdemokraten und der Grünen für die bilateralen Verträge wurde durch die Einführung flankierender Massnahmen erreicht. Die Überprüfung des Arbeitsmarktes wird durch den Gesamtarbeitsvertrag repräsentiert, der aus der Tasche von Super Mario herausschaut.
3. Menschenrechte

1996
Pourquoi tant
de haine

Die Gesichter spiegeln Unzufriedenheit und Frustration wider. Ihre Blicke richten sich auf eine Person unten rechts im Bild. Er ist der einzige mit dunkler Hautfarbe, der Immigrant, gegen den sich die Klagen der anderen richten. In der Menge lehnt sich nur ein Einziger gegen den auf den Fremden projizierten Hass auf. Die Menschenmenge einrahmend, verurteilt der Text die Initiative gegen die illegale Einwanderung und stellt das wiederkehrende Motiv der Angriffe auf Migranten heraus.
4. Kulturelle Vielfalt

2007
Pour plus
de sécurité

Diese Darstellung der Abschiebung krimineller Ausländer hat weltweit ein starkes Echo hervorgerufen. In der Schweiz, aber auch im restlichen Europa, wurde die Kampagne verschiedentlich egen ihrem fremdenfeindlichen Charakter angegriffen. Das Plakat wurde bisweilen übernommen (z.B. : in Deutschland von der rechtsextremen NPD und in Belgien von der nationalistischen Vlaams Belang). Die Botschaft spielt mit der Zweideutigkeit des « schwarzen Schafes », das sich sowohl auf die Hautfarbe als auch auf die Randständigkeit bezieht.